Berufliche Schulen Berta Jourdan

Frankfurt am Main

Berufliche Schulen Berta Jourdan  


Höhere Berufsfachschule für Systemgastronomie

Informationen über die Höhere Berufsfachschule für Systemgastronomie


(Verordnung über die Ausbildung und Prüfung an den Höheren Berufsfachschulen, die auf einem Mittleren Abschluss aufbauen (Assistentenberufe) vom 17. Februar 2000, ABL. 3/00, S. 183 ff)

   
Grundstruktur der Ausbildung
Beratung
Systemgastronomie
Ausbildungsinhalte
Zugangsvoraussetzungen
Anmeldung / Aufnahme
Finanzierung
Praktika
Abschlussprüfung / Berufsabschluss
Arbeitsfelder

Grundstruktur der Ausbildung

Die Höhere Berufsfachschule für Systemgastronomie ist eine vollschulische Berufsausbildung auf Assistentenebene.

Sie ist für Schüler und Schülerinnen gedacht, die über einen Mittleren Abschluss verfügen und Spaß daran haben im Dienstleistungsbereich der Gastronomie oder Hotellerie zu arbeiten. Angesprochen werden Schülerinnen und Schüler, die kommunikativ sind und gerne mit anderen Menschen zusammen arbeiten, die engagiert sind und Spaß daran haben Arbeitsabläufe zu planen und organisieren.

In der Berufsausbildung werden ernährungswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Inhalte (siehe Ausbildungsinhalte) vermittelt. Mit erfolgreich abgelegter Abschlussprüfung ist man berechtigt die Berufsbezeichnung

Staatlich geprüfte Assistentin in der Systemgastronomie
Staatlich geprüfter Assistent in der Systemgastronomie

zu führen.

Nach der Ausbildung haben Sie die Möglichkeit

1. in verschiedenen Arbeitsfeldern bei einem Catering-Unternehmen, in der Gastronomie und Hotellerie zu arbeiten.
2. eine verkürzte duale Berufsausbildung im Hotel und Gastgewerbe anzuschließen.
3. die Fachoberschule in der Form B zu besuchen, die in einem Jahr zur allgemeinen Fachhochschulreife führt.

Beratung

Jeden Dienstag in der Zeit von 11.30 bis 13.00 Uhr haben Sie die Möglichkeit, sich von der Abteilungsleiterin der Höheren Berufsfachschule für Systemgastronomie, Frau Meichsner, an den Beruflichen Schulen Berta Jourdan beraten zu lassen.

Systemgastronomie

Systemgastronomie = 
Gastronomie
 
 
 + Standardisierung
 + Multiplikation (> 3 Betriebe)
 + zentrale Steuerung

Führende Unternehmensvertreter der Systemgastronomie definieren den Begriff wie folgt:

"Systemgastronomie betreibt, wer entgeltlich Getränke und/oder Speisen abgibt, die an Ort und Stelle verzehrt werden können, und über ein standardisiertes und multipliziertes Konzept verfügt, welches zentral gesteuert wird."

Ausbildungsinhalte

Berufsübergreifender Lernbereich
Religion / Ethik
Deutsch
Politik / Wirtschaft
Sport
Berufsbezogener Bereich
Lernfeld 1: Im Berufsfeld orientieren
Lernfeld 2: Nach Standards im Betriebsablauf arbeiten
Lernfeld 3: Waren für Produktion und Verkauf beschaffen und lagern
Lernfeld 4: Betriebskultur als Fachkraft mit gestalten
Lernfeld 5: Betriebsabläufe planen, durchführen und auswerten
Lernfeld 6: Alltagsorientierte und berufsbezogene Kommunikationssituationen in Englisch bewältigen
Lernfeld 7: Perspektiven im Berufsfeld entwickeln
Lernfeld 8: Den Gast in den Mittelpunkt stellen
Lernfeld 9: Aufgaben im Personalmanagement übernehmen
Lernfeld 10: Qualitätsmanagementsysteme anwenden
Lernfeld 11: Instrumente der Umsatzsteigerung entwickeln und anwenden
Lernfeld 12: Veranstaltungen planen, gestalten und auswerten
Lernfeld 13: Berufsbezogene und interkulturelle Kommunikationskompetenz in Englisch anwenden

Zugangsvoraussetzungen

Die Aufnahme in die Höhere Berufsfachschule für Systemgastronomie setzt den Mittleren Abschluss voraus, der nachgewiesen werden kann durch

1. das Abschlusszeugnis der Realschule
2. das Versetzungszeugnis nach Jahrgangsstufe 11 einer gymnasialen Oberstufe oder
3. das Abschlusszeugnis einer Höheren Berufsfachschule im Lande Hessen oder
4. ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis

In die Höhere Berufsfachschule für Systemgastronomie kann man nur aufgenommen werden, wenn man zum 30. April des Aufnahmejahres noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet hat.

Anmeldung / Aufnahme

Die Bewerbung zur Aufnahme in die Höhere Berufsfachschule für Systemgastronomie muss bis zum 30. April des Aufnahmejahres bei den Beruflichen Schulen Berta Jourdan eingegangen sein (Datum des Eingangsstempels).

Nach diesem Termin werden Bewerbungen noch entgegengenommen, sofern nopch Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen.

Liegen bis zum 30. April mehr Bewerbungen vor, als Ausbildungsplätze eingerichtet werden können, wird ein Auswahlverfahren durchgeführt.

Der Bewerbung sind folgende Unterlagen beizufügen:

1. ein Lebenslauf in tabellarischer Form.
2. ein Lichtbild neueren Datums
3. das Zeugnis des Mittleren Abschlusses in beglaubigter Kopie oder das Halbjahreszeugnis der 10. Klasse.
4. Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten bei minderjährigen Bewerbern

Die Aufnahmeentscheidung wird spätestens im Mai des Aufnahmejahres getroffen, wobei die ersten Zusagen bereits im März verschickt werden.

Finanzierung

Für die Ausbildung an den Beruflichen Schulen Berta Jourdan werden keine Kosten erhoben. Lehr- und Lernmittel werden im Rahmen der vom Land Hessen zugewiesenen Mittel zur Verfügung gestellt.

Zur Finanzierung des Lebensunterhaltes können Leistungen nach den Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaföG, Amt für Ausbildungsförderung - in Frankfurt/Main: Seehofstraße 43) beantragt werden.

Praktika

Die Ausbildung an der Höheren Berufsfachschule für Systemgastronomie wird in Lernfeldern, die sich in fachpraktische und fachtheoretische Inhalte gliedern, durchgeführt. Durch verschiedene Betriebspraktika (im Block 2 Wochen mit anschließenden schul begleitenden Rhythmus) werden Berufserfahrungen gesammelt und Kontakte zu zukünftigen Arbeitgebern aufgebaut.

Abschlussprüfung / Berufsabschluss

Die Ausbildung schließt mit einer Abschlussprüfung, die aus einem schriftlichen, einem praktischen und einem mündlichen Prüfungsteil besteht, ab. Wer die Abschlussprüfung erfolgreich abgelegt hat, ist berechtigt die Berufsbezeichnung

Staatlich geprüfte Assistentin in der Systemgastronomie
Staatlich geprüfter Assistent in der Systemgastronomie

zu führen.

Nach der Ausbildung haben Sie die Möglichkeit

1. in verschiedenen Arbeitsfeldern bei einem Catering-Unternehmen, in der Gastronomie und Hotellerie zu arbeiten.
2. eine verkürzte duale Berufsausbildung im Hotel und Gastgewerbe anzuschließen.
3. die Fachoberschule in der Form B zu besuchen, die in einem Jahr zur allgemeinen Fachhochschulreife führt.

Arbeitsfelder

In einem Catering-Unternehmen, in Betriebsrestaurants, in Party-Service-Unternehmen, in der Erlebnisgastronomie. In Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen im sozialen Bereich und im Room- und Housekeeping-Bereich in Hotels können Sie in folgenden Arbeitsfeldern tätig werden:

Gäste- und Konferenzbetreuung
Party- und Etagenservice
Cafeteria
Arbeitsversorgung und Automatenverpflegung
Gourmetservice (Gästekasino)
Verschiedene Einsatzbereiche bei der täglichen Versorgung mit Frühstück, Mittag und Abendessen (Verarbeitung von Convenience-Produkten)
Betreuung des Room- und Housekeeping-Bereichs in einem Hotel

Die Einstiegspositionen in einem Unternehmen können zum einen als Mitarbeiter in einem bestimmten Bereich erfolgen oder als Assistenten des Betriebsleiters.

In einigen Catering-Unternehmen erfolgen Neupositionierungen auch über die Tätigkeiten eines Springers, wodurch die neue Mitarbeiterin bzw. der neue Mitarbeiter zuerst verschiedene Arbeitsfelder kennen lernen kann.

Die Höhe des Einstiegsgehaltes ist tariflich geregelt und ist vergleichbar mit den anderen Berufen im Hotel- und Gaststättengewerbe.


Stand: Februar 2008

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